Fünfte Kennenlernfahrt am 7. Oktober 2012

Unsere fünfte Kennenlernfahrt führte uns wieder einmal in die nahe Rhön: entlang der Hochrhönstraße durch einen der großartigen Naturparks Mitteleuropas. Dabei war das Interesse an unserer Fahrt diesmal so hoch, dass wir problemlos auch zwei Busse voll bekommen hätten. Leider aber hätte uns niemand so viele Mittagessen zubereitet, um auch alle Gäste satt zu bekommen.

Der noch trübe und kalte Morgen führte uns zunächst ins Schwarze Moor. Claus Schenk erklärte uns die Bedeutung des Moores für die Natur und die Rhön im speziellen.

Bei der morgendlichen Kälte tat etwas Bewegung zum Aufwärmen ganz gut. Und so gehörte der Aufstieg auf den Aussichtsturm für fast alle Gäste dazu. Nicht zuletzt eröffnet er einen wunderbaren Blick über das Schwarze Moor und den vor uns liegenden etwa zwei Kilometer langen Rundweg.

Zur Mittagszeit setzte uns der Busfahrer bei der Thüringer Hütte ab. In einer offenen Kapelle erklärte uns Claus Schenk in einem nie mehr enden wollenden Informationsfluss alles über die Rhön, ihre Möglichkeiten und die Gesundheit des Menschen. Das war nicht nur informativ, es machte auch ungemein Hunger. Glücklicherweise war die Thüringer Hütte gleich um die Ecke und zu Fuß in zwei Minuten erreichbar. In der Hütte erwarteten uns bereits die reservierten Tische und das vorbestellte Essen. Und so begann schnell ein wahrer Gaumenschmaus.

Der frühe Nachmittag lockte uns zur ehemaligen Grenzanlage, ebenfalls ganz in der Nähe des schwarzen Moores. Der Fleck wurde vor der Grenzöffnung als Badehose bezeichnet. Ein Begriff, der auf den seltsamen - im Luftbild einer Hose ähnlichem - Grenzverlauf vor Ort zurückzuführen ist. Sehr spontan berichtete unser Teilnehmer Edgar Denner von der Bedeutung des damaligen Grenze. Als ehemaliger Beamter beim Bundesgrenzschutz konnte er aus seinem persönlichen Erfahrungen schöpfen und uns so manche interessante Geschichte einer längst vergangenen Zeit erzählen.

Zwischenzeitlich hatte das Wetter den blauen Himmel über der rauhen Rhön freigegeben und schon änderten sich die Farben. Der selben Hochrhönstraße zurück entlockte das Wetter den Hügeln eine wunderbare Herbststimmung. An der Einfahrt zum Holzberghof starteten wir unseren Abstieg dem Schwarzbach entlang. Claus Schenk nutzte die Wanderung um uns allerlei über den Basalt und Basaltabbau zu erzählen. Der Abstieg zu einem kleinen Wasserfall wurde auf den feuchten Steinen zu einer kleinen Herausforderung, der Blick entlohnte aber für die Mühe.

Der Sage nach soll am Schwarzbach eine Mühle gestanden haben, die der Teufel gegen ein Versprechen einst mit Aufbauen half. Gefunden haben wir den Teufel allerdings nicht - genausowenig wie die Mühle.

Hier trennte sich unsere Wandergruppe. Die einen leifen zum Bus zurück, die anderen folgtem dem Bach bergabwärts und wanderten dann zum Rothsee.

Bei zwischenzeitlich herrlichem Sonnenschein trafen wir am Rothsee an. Endlich! - was mich betrifft hatte ich meine schlafende Tochter den ganzen Weg getragen und langsam begannen auch meine Arme einzuschlafen.

Herrlich an diesem See gelegen begrüßte uns die Fischerhütte mit Kaffeeduft und Kuchen. Obwohl es recht kühl war, konnte man seinen Kaffee durchaus bei Sonnenschein auch im Freien genießen. Bei dem Blick war das für machen fast schon ein Muss.

Mit der Zeit ließ dann aber auch die Kraft der Sonne allmählich nach. Und so machte sich unsere Reisegruppe wieder auf den Heimreise. Ein kleiner Umweg über Bischofsheim und Haselbach am nahen Kreuzberg vorbei eröffnete uns noch einige Einblicke in die Rhön. Claus versorgte uns wie immer mit den nötigen Informationen.

Fast schon stolz irgendwie auch Rhöner zu sein, fuhren wir nach Hause.